Elfenbeinküste verabschiedet sich mit einem Sieg
Die Elfenbeinküste hat sich mit einem 3:0-Sieg gegen Korea DVR von der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ verabschiedet. Das Ensemble aus Afrika behielt an diesem Freitagnachmittag dank der Treffer von Yaya Touré, Romaric und dem eingewechselten Salomon Kalou im Mbombela-Stadion von Nelspruit gegen Korea DVR die Oberhand und fliegt als Drittplatzierter der "Hammergruppe" G mit vier Zählern nach Hause. Schon vor dieser Partie gegen die Ostasiaten, die in Südafrika ohne Punktgewinn blieben, war klar, dass es für die Ivorer angesichts des deutlich schlechteren Torverhältnisses gegenüber Portugal ganz schwer werden würde, das Achtelfinalticket noch zu lösen.
Sturmlauf von Drogba und Co.
Der nordkoreanische Coach Jong-Hun Kim ließ exakt jene Startelf auflaufen, die mit 0:7 gegen Portugal verlor, um ihr die Chance auf Wiedergutmachung zu geben. Unterdessen entschied sich der Trainer der Elfenbeinküste, Sven-Göran Eriksson, für vier personelle Umstellungen: Arthur Boka, Gervinho, Romaric und Kader Keita durften für Salomon Kalou, Guy Demel, Siaka Tiene und Aruna Dindane von Beginn an auflaufen.
Die Ivorer hätten fast den perfekten Start erwischt. Nach wenigen Sekunden schickte Superstar Didier Drogba seinen Offensivpartner Keita, doch der freistehend vor Myong-Guk Ri auftauchende Mann von Galatasaray Istanbul scheiterte am reflexartig parierenden Keeper der Ostasiaten. Beim Versuch, drei Punkte und neun Tore gegenüber Portugal aufzuholen, ging die Elfenbeinküste auch in der Folge äußerst stürmisch und voller Tatendrang zu Werke. Nach elf Minuten köpfte Drogba das Leder ins gegnerische Netz, der Führungstreffer wurde dem Modellathleten des FC Chelsea aber wegen Abseitsstellung aberkannt.
Touré und Romaric treffen
Nach 14 Minuten sollte es dann doch soweit sein: Gervinho wurde auf der linken Seite in Szene gesetzt und bediente mit einem mustergültigen Rückpass den an der Strafraumgrenze lauernden Yaya Touré, der keine Mühe hatte, überlegt in die linke untere Ecke des nordkoreanischen Gehäuses einzuschieben. Nicht einmal 180 Sekunden später hätten die Ivorer fast erneut jubeln können, als eine flache Romaric-Hereingabe vom Strafraum-Eck an Freund und Feind flog, um am Pfosten zurückzuprallen. In der 20. Minute durfte aber dann doch gefeiert werden, denn Romaric traf per Kopf nach einem fulminanten Unterlatten-Treffer von Drogba zum 2:0.
Die erste gute Chance der Nordkoreaner durfte nach 24 Minuten verbucht werden: Ein fein gezirkelter 22-Meter-Freistoß von Yong-Jo Hong flog nur um Zentimeter am Ziel vorbei. Fortan wirkte das Ri-Ensemble mutiger, ohne sich jedoch weitere Torraumszenen zu erarbeiten. Stattdessen hätten Gervinho und Emmanuel Eboué mit Schüssen an den Außenpfosten bzw. knapp über die Querlatte noch vor der Pause fast für das dritte afrikanische Tor gesorgt.
Kalou brachte neuen Schwung
Erwartungsgemäß versuchten die Ivorer auch nach dem Seitenwechsel, eine Angriffswelle nach der anderen auf das Tor von Nordkorea zurollen zu lassen. Doch die Ostasiaten wehrten sich. Der Torhüter der Elefanten, Boubacar Barry, musste schon all sein Können unter Beweis stellen, als er nach 52 Minuten mit einem 22-Meter-Flachschuss von Keilstürmer Tae-Se Jong auf den Prüfstein gestellt wurde. Und auch in den folgenden Minuten musste das Kollektiv der Elfenbeinküste höllisch aufpassen, den Nordkoreanern nicht zu viel Raum für Konter zu bieten.
Als Drogbas Klubkollege Salomon Kalou nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit in die Partie kam, ging ein kleiner Ruck durch das Team der Ivorer. Fortan wurde noch einmal früh gestört und mit Vehemenz der Torabschuss gesucht. Einen vielversprechenden Distanzkracher von Romaric konnte Torwart Ri glänzend entschärfen, ehe Kalou den Ball aus spitzem Winkel, allerdings aus naher Distanz, weit hinter das Gehäuse des Kontrahenten schoss.
In der 82. Minute machte es der 24-Jährige jedoch besser, als er infolge einer präzisen Boka-Flanke aus fünf Metern per Fuß einschob, um den 3:0-Endstand sicherzustellen.